MOR High School (Modi’in-Maccabim-Re’ut)

Der nächste Stopp auf unserer Reise durch die israelische Schullandschaft war die MOR High School in Modi’in. Während unseres gesamten Aufenthalts an der verhältnismäßig großen Schule wurden wir durch eine Gruppe von Diplomacy-Schülerinnen in jeder erdenklichen Weise unterstützt. So halfen diese uns insbesondere bei der Orientierung in dem immensen Schulgebäude. Dies erlaubte uns jeweils eine Klasse auf unsere Ausstellung vorzubereiten während parallel eine andere diese bereits besuchte. Auch die anschließende Diskussion konnten wir so an einen ruhigeren Ort verlagern. Aufgrund dieser Hilfe war es uns daher möglich mit einer Vielzahl von Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten und über ihre Eindrücke und Fragen zu sprechen. Hierbei fand unser didaktischen Konzept auch deshalb so viel Anklang, weil die Schule ein eigenes Buchprojekt für die Abschlussklassen besitzt, bei dem die Schülerinnen und Schüler zum Schicksal von Überlebenden der Shoah recherchieren und diese auch interviewen.

Yeshivat AMIT Amichai Junior and Senior High School (Rehovot)

Diese Woche waren wir an der Yeshivat AMIT Amichai Junior and Senior High School in Rehovot und damit in nächster Nähe zu unserem Aufenthaltsort in Israel. Aufgrund der gutorganisierten Planung, dem unermüdlichen Engagement der Lehrerinnen und Lehrer und des Schulleiters Rabbi Shimon Shushan, sowie dem überwältigenden Interesse und Einsatz der gesamten Schülerschaft war es für uns eine ganz besondere Woche. So war es uns möglich nahezu der gesamten Schule unsere Ausstellung zu präsentieren: und egal, ob mit den allerjüngsten oder den älteren Klassen, mit allen konnten wir interessante und tiefbewegende Gespräche und Diskussionen führen.

Ein besonderes Highlight waren die entstandenen Projekte der 11. Klasse, die uns am Donnerstag persönlich vorgestellt wurden. So haben manche Schüler Überlebende der Shoah, die in Rehovot leben, interviewt; andere haben beispielsweise Recherchen in ihren eigenen Familien betrieben. Dies zeugte nicht nur von einer tiefergehenden und emotionalen Auseinandersetzung mit der Shoah, sondern griffen die entsprechenden Projekte das empathische Anliegen unseres Projektes auf und stellten eine gelungene Ergänzung zu unserer Ausstellung dar.

Weiter Informationen zur Schule finden Sie hier.

Atid Raziel High School and Youth Village (Herzliya)

Diese Woche besuchten wir die Atid Raziel High School und das Jugenddorf in Herzliya. Ungefähr 40 % der Schüler leben im Wohnheim der Schule. Sie haben nicht nur riesige Stadtgarten- und Ichthyologieprojekte (Fischkunde), die Diplomatie- und Englischschüler nahmen auch an unserem Projekt „We, the six million“ teil.

Wir haben uns intensiv über die Ausstellung und den Antisemitismus in Europa und Israel unterhalten. Auf dem vierten Bild ist zu sehen, wie jemand eine Bushaltestelle in Herzliya vandalisiert hat. Auf dieser Grundlage, die zeigt, dass es auch in Israel ein gewisses Problem mit Antisemitismus gibt, konnten wir mit den Schülerinnen und Schülern über die gesamtgesellschaftliche Dimension des Antisemitismus sprechen.

Makif A High School (Maghar)

Da die meisten israelischen Schulen wegen Chanukka geschlossen sind, waren wir mehr als glücklich, dass wir in Kalenderwoche 48 in die Makif A High School eingeladen wurden. Die Schule befindet sich in der arabisch geprägten Stadt Maghar im hügeligen Norden Israels. Da an der Schule Schülerinnen und Schüler verschiedenster nicht-jüdischer Religionen – Drusen, Muslime und Christen – unterrichtet werden, war diese Einladung für uns etwas ganz Besonderes. So wurden wir nicht nur mit offenen Armen empfangen, sondern konnten auch viele spannende Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern über ihre Sichtweise auf die Shoah führen.

Kfar Silver High School and Youth Village (Kfar Silver)

In der Woche beginnend mit dem 21.11 konnten wir unsere Ausstellung in der Bibliothek der „Kfar Silver High School and Youth Village“ in der Nähe von Ashkelon präsentieren. Aufgrund der internationalen Schülerinnenschaft und des internatsähnlichen Charakters der Schule konnten wir mit einer Vielzahl junger Menschen ins Gespräch kommen und ihnen die berührenden Biografien, die den Mittelpunkt unserer Ausstellung bilden, vorstellen. So konnten wir nicht nur unser Wissen über die Geschichte des deutschen Judentums, insbesondere der Jüdischen Gemeinde Aachens, mit Klassen verschiedener Altersstufen teilen, sondern mit ihnen auch über ihre individuellen Verbindungen zur Shoa, sowie persönliche Erfahrungen mit Antisemitismus sprechen.

Weitere Informationen zur Schule finden Sie hier.

Tichon Hadash Darca High School (Bat Yam)

Die Tichon Hadash Darca High School in Bat Yam, circa 10 Kilometer südlich von Tel Aviv, war die zweite Schule, die wir besuchen und die erste Schule an der wir unsere Aussellung physisch präsentieren konnten. Hierbei wurden wir nicht nur beim Aufbau durch eine Gruppe überaus fleißiger „Diplomacy“-Schülerinnen und -Schülern unterstützt, sondern halfen sie uns während des gesamten Aufenthalts, indem sie unsere Worte für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler mit weniger Englischkenntnissen simultan ins Hebräische übersetzten. So war es uns möglich eine Vielzahl von Klassen aller Altersstufen durch die Ausstellung zugeleiten und mit ihnen ins Gespräch zukommen.

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Branco Weiss Rabin High School (Mazkeret Batya)

Die erste Schule, die wir während unseres Aufenthalts in Israel besuchen durften, war die Branco Weiss Rabin High School in Mazkeret Batya, ungefähr 10 Kilometer südlich von unserer Unterkunft in Rechovot. Hier besuchten wir neben sogenannten „Diplomacy“-Klassen, auch eine Vielzahl von Klassen aus dem Bereich „Advanced English“ und diskutierten mit den Schülerinnen und Schülern die Idee und den didaktischen Hintergrund unseres Projektes am Beispiel ausgewählter Biografien aus unserer Ausstellung. Am letzten Tag unseres Aufenthalts fand darauf aufbauend eine Reflexionsrunde statt, bei der die Schülerinnen und Schüler ausgiebig über die Bedeutung der Shoah für sie selbst berichteten, sowie untereinander und mit uns in spannende Diskussionen eintraten.


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