Die Ausstellung wird im Schulunterricht didaktisch begleitet und ausgewertet. Dies ist wahlweise durch fachgebundene Unterrichtsreihen oder fächerübergreifende Projektarbeit möglich. Diese ergänzen den Fachunterricht schulformunabhängig zu Antisemitismus, Shoah und Nationalsozialismus, indem sie am Beispiel einzelner, konkret nachvollziehbarer Biographien Formen und Auswirkungen von Antisemitismus erfahrbar machen: diskriminierende Äußerungen, willkürliche Einschränkungen des Schul- und Arbeitsalltags, die zunehmende willkürliche Entrechtung der Lebenswelt mit Berufsverboten und Verarmung, schließlich das Leben in »Judenhäusern« bis hin zu Vertreibung, Deportation und Ermordung.
Dabei ist die historische Aufarbeitung notwendig, jedoch nicht hinreichend. Wir fragen danach, was uns die Menschen mit ihren Schicksalen sagen. Wir suchen nach ihrer Bedeutung für uns. Aus der Kenntnis der Vergangenheit sind Konsequenzen zu ziehen: Wer keine Vergangenheit kennt, hat nur die Gegenwart, also auch keine Zukunft. So können aktuelle Formen von Antisemitismus erkannt und dazu eine an allgemeinen Grundwerten und Menschenrechten orientierte kritische Haltung entwickelt werden.
Ziel der begleitenden Arbeit im Unterricht ist es daher, mit den Schülerinnen und Schülern einen schuleigenen, auch regionalen Beitrag zur Ausstellung zu erarbeiten, der die Aachener Ausstellung ergänzt. Dieses Konzept kann auf die individuellen Erfordernisse und Erwartungen Ihrer Schule abgestimmt werden. Dies erfolgt im Vorfeld des Ausstellungszeitraumes in Zusammenarbeit mit unseren Pädagoginnen und Pädagogen – gerne mit unserer Unterstützung.
Ausführliche Information zum didaktischen Konzept, sowie Ideen und Materialien für den Unterricht finden Sie in unseren entsprechenden Publikationen beim Mainz Verlag
