Preis „Erinnerung und Mahnung. Jüdisches Leben im Rheinland“
Der Preis „Erinnerung und Mahnung. Jüdisches Leben im Rheinland“ wird im Rahmen des Projekts We, the six million verliehen. Er ist dem Ziel gewidmet, das Bewusstsein für die jüdische Kultur und Geschichte im Rheinland zu stärken sowie das Engagement gegen Antisemitismus zu würdigen.
Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten, Initiativen und Institutionen geehrt, die sich in besonderer Weise für die Erforschung, Bewahrung und Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur sowie für eine lebendige Erinnerung an die Shoah einsetzen. Gleichzeitig setzt der Preis ein deutliches Zeichen für Demokratie, Toleranz und ein respektvolles Miteinander.
Die Preisverleihung bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Bildung, jüdischen Gemeinden, Gedenkstätten und der Zivilgesellschaft zusammen. Sie schafft Raum für Begegnung, Austausch und neue Kooperationen im Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit und macht deutlich, dass Erinnerungskultur eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.
Im Mittelpunkt steht die Würdigung der reichen Geschichte und Kultur des jüdischen Lebens im Rheinland, die die Region seit Jahrhunderten prägt. Zugleich mahnt die Auszeichnung angesichts zunehmender antisemitischer Vorfälle zu Wachsamkeit und setzt ein klares Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und Intoleranz.
Preisverleihung 2025
Die Preisverleihung 2025 fand am 4. Februar 2025 in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen statt. Vor mehr als 100 geladenen Gästen eröffnete Sylvia Löhrmann, Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, die Feierstunde. Die Laudatio hielt Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Mit dem Preis wurden Dr. Michael Rado und Dr. Siegfried Halstenberg ausgezeichnet. Beide engagieren sich seit vielen Jahren in der Kölner Synagogen-Gemeinde und haben das Projekt We, the six million maßgeblich unterstützt. Durch ihre Vermittlung wertvoller Kontakte zu Schulen sowie zu herausragenden Persönlichkeiten der Erinnerungskultur trugen sie wesentlich dazu bei, das Projekt in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus international zu etablieren. Dank ihres Engagements entwickelte sich We, the six million von einem lokalen Bildungsprojekt in Aachen zu einem international vernetzten Forschungs- und Bildungsprojekt.

©Land NRW / Robin Teller Preisverleihung „Erinnerung und Mahnung. Jüdisches Leben im Rheinland“ 2025 in der Staatskanzlei NRW Düsseldorf.
Erste Preisverleihung 2019
Im Jahr 2019 wurde der Preis „Erinnerung und Mahnung. Jüdisches Leben im Rheinland“ erstmals verliehen. Erster Preisträger war Karl-Heinz Nieren, der für seine herausragende Gedenk- und Erinnerungsarbeit im Rheinland ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus würdigte die Auszeichnung seinen außergewöhnlichen Einsatz für das Projekt We, the six million, dessen Entwicklung und Aufbau er von Beginn an maßgeblich unterstützt hat.
